Als ich letzte Woche gebeten wurde, einen finalen Eintrag in meinem Blog zu veröffentlichen, hatte ich mir im Vorfeld schon den groben Rahmen überlegt: ich würde das Zieleinlauffoto, auf dem ich mit erhobenen Armen - verschwitzt aber zufrieden - die Ziellinie überquere, und meine Wettkampfzeit einstellen und dann vielleicht noch etwas über die Atmosphäre am Wettkampftag berichten. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Durch einen unglücklichen Unfall im Haushalt am Samstag hatte ich mir eine Verletzung an den Knien zugezogen. Schmerzhaft, aber zum Glück nicht so schlimm, als dass ich zur Bewegungslosigkeit verdonnert gewesen wäre. Nun war ich aber in der dummen Situation, eine Entscheidung treffen zu müssen. Wettkampf – ja oder nein. Nach 500m Probejoggen am Sonntag früh, habe ich mich dann gegen den Wettkampf entschieden. In erster Linie nicht wegen der Schmerzen, sondern weil ich mir die Frage gestellt habe: Warum habe ich bei der Aktion der Eßlinger Zeitung „von 0 auf 10 in 20“ teilgenommen? Ich wollte fitter werden, ich wollte abnehmen und ich wollte mich gesünder und besser fühlen. Das alles habe ich geschafft. Ich weiß, dass ich 10 km ohne Probleme Laufen kann, und ich weiß ebenfalls wo meine Grenzen liegen. Ich betrachte deshalb das Laufen als dauerhafte Möglichkeit mich fit zu halten. Das heißt, Wettkämpfe sind für mich nicht das Ziel, sondern nur eine Möglichkeit von vielen in toller Atmosphäre mit anderen zu laufen. Aber das wichtigste ist mir, dauerhaft beim Sport zu bleiben. Von daher werde ich die Verletzung ausheilen lassen und erst dann wieder km machen – ohne Abschluss …

Die Teilnehmer des Trainingsprogrammes nach dem Lauf
Die Teilnehmer des Trainingsprogrammes nach dem Lauf
(Pascal Tomaszewski zweite Reihe ganz rechts. Foto: Bulgrin)